Voilà, das BIOGRAFIENFORUM nimmt Gestalt an!

 

 

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... das geplante interaktive Biografien-Forum befindet sich in der heißen Planungsphase und wir sind ganz optimistisch, dass es noch vor dem neuen Berliner Flughafen fertig wird!

 

 

 

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ARCHIV 2012:

 

„Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“, sagt Sonny, der gnadenlos optimistische Leiter des Best Exotic Marigold Hotel im gleichnamigen Film - eigentlich natürlich ein Zitat von Oscar Wilde.

Am Sonntag, den 19. November 2012 WAR alles gut. Und damit endet leider die fünfjährige Geschichte von „Was für ein Leben!“. Mit der Premiere der Filmbiografien der Gewinnerinnen des bundesweiten Biografie-Wettbewerbs 2012 im Zeughaus-Kino des Deutschen Historischen Museums in Berlin verabschiedet sich ein einzigartiges Projekt aus dem Berliner und bundesweiten Kulturgeschehen.

Die Filme werden jetzt an Zeitzeugenarchive und bundesweit an ausgewählte Bibliotheken versandt. Man kann sie in Kürze auch über die Webseite des Biografie-Wettbewerbs bestellen.

Diese Webseite www.was-fuer-ein-Leben.de bleibt online. Hier entsteht in den kommenden Monaten ein neues interaktives Forum für Biografien in Schriftform, Bild und Film. Wir geben den Startschuss rechtzeitig bekannt!

 

Und zum Schluss noch eine traurige Mitteilung: Die erste Gewinnerin von „Was für ein Leben!“, Anne-Marie Frisch, ist am 12. November 2012 im Alter von 91 Jahren gestorben. Aus diesem Anlass möchten wir an dieser Stelle mit dem Trailer ihrer biografischen Verfilmung „Stadtmadame wird Bäuerin“ an sie erinnern:

 

Wer Anne-Marie Frisch persönlich kannte oder auch unbekannterweise einen Abschiedsgruß hinterlassen möchte, kann dies auf der von Anne-Maries Hinterbliebenen eingerichteten Kondolenzseite tun.

 

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GESCHICHTE

Die Premiere der diesjährigen Gewinnerinnenfilme ist Geschichte - in Kürze finden Sie hier Fotos und Berichte von der Abschlussveranstaltung des Biografie-Wettbewerbs in Berlin.

Gruppenbild mit Herr:

Christa Morks, Katja Weber, Angelika Brötzmann, Alina Schick, Loring Sittler, Evelyn Filipp

Foto: Steffen Düvel

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Am 18. November ist es soweit

Wir präsentieren die in diesem Jahr produzierten Verfilmungen der "Was für ein Leben!"-Gewinnerinnen 2012.

Wie immer im Zeughaus-Kino im Deutschen Historischen Museum, das in diesem Jahr soeben seine eigene Historie gefeiert hat!

Sonntag, 18.11.2012 ab 11 Uhr:

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Zurück aus Nepal

Im Juli begleiteten wir Alina Schick nach Kathmandu und Kaule, einem Dorf in den Bergen, eine gute Stunde - und abenteuerliche! - Autofahrt entfernt von der Hauptstadt. Alina blieb zwei Wochen vor Ort, um die neue Projektleiterein, Eva, mit der Umgebung und den Menschen vertraut zu machen. Eva hat vor, mit ihrer kleinen Tochter drei Jahre in Nepal zu bleiben und die Arbeit des Vereins Kaule e.V. dort zu betreuen.

Typische Straßenkreuzung in Kathmandu: Autos, Mopeds, Fahrräder, Fußgänger - alles bahnt sich gleichzeitig seinen Weg auf zumeist unasphaltierten Straßen ohne jegliches Verkehrszeichen

 

 

 

 

Alina Schick schaut auf Pashupatinath, eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus'.
 
Hier werden am Flussufer die Toten für die anschließende Verbrennung vorbereitet.
 

 

 

 

 

 

Mit diesem Bus geht es hoch in die Berge. Da es im Innenraum meist überfüllt ist, blieb auch uns nur der (gewöhnungsbedürftige) "Ritt" auf dem Dach. Oben sitzen schon Kameramann Steffen Düvel...
... und unsere Protagonistin Alina Schick.

 

 

 

 

Ein Jahr lang ist Alina nicht mehr hier gewesen. Die Begrüßung fällt entsprechend herzlich aus.

 

Mit den Farmern bespricht Alina die Pläne für die kommenden Monate und stellt Eva (Bildmitte) als neue Projektleiterin vor.

 

 

 

 

 

Volontär Thomas Chung, Kameramann Steffen Düvel, Kameraassistent Silvio Herrmann und Angelika Brötzmann vor der Unterkunft des Vereins in Kaule/Nepal.
 
Rückflug vorbei am Himalaya-Gebirge, dessen Gipfel man wegen der Regenzeit in Nepal tatsächlich nur von oben bestaunen konnte.

 

Weitere Dreharbeiten

Mitte Juni drehte die Autorin/Regisseurin Dagmar Kniffki mit unserer Gewinnerin Ema Dzinic in Bosnien und Herzegowina. Auf den Spuren ihrer Kindheit und einer weiteren späteren Lebensetappe ist das Team nach Cazin gereist.

 

Vorher fand der Dreh in Bochum-Wattenscheid statt, wo Ema Dzinic gemeinsam mit ihrem Mann ein Eiscafé führt.

 

das Wettbewerbsbüro, im Juni 2012

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Zeitzeugenverfilmung gestoppt

Nachdem bereits der Erstplatzierte in der Kategorie Zeitzeuge aus persönlichen Gründen auf eine Verfilmung verzichtete, musste nach langer Vorbereitungsphase und bereits geplanten Drehterminen nun die Verfilmung des nachgerückten Zweitplatzierten gestoppt werden.

Aufgrund neuer Information seitens der Jahn- (ehem. Gauck-)Behörde ist die Jury der Meinung, dass der Zweitplatzierte in seiner Biografieskizze ein verzerrtes Bild von sich und seiner Rolle in der DDR abgegeben hat. Die Jury hat daraufhin ihr Votum zurückgezogen.

Einen solchen Fall hat es in der Geschichte des Biografie-Wettbewerbs noch nicht gegeben. Da sowohl der Etat als auch die Realisierungszeit durch das zweimalige vergebliche Recherchieren und Vorbereiten von Verfilmungen zu sehr zusammengeschrumpft ist, müssen wir leider in diesem Jahr auf einen Film in der Kategorie Zeitzeuge verzichten.

Die Filme in den anderen beiden Kategorien werden dafür jeweils in einer Gesamtlänge von ca. 45 Minuten produziert. Die Premiere findet voraussichtlich im November 2012 in Berlin statt.

das Wettbewerbsbüro, 14. Juni 2012

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Die Dreharbeiten haben begonnen

Mit Alina Schick, der Gewinnerin in der Kategorie Engagement, hat die diesjährige Drehsaison begonnen. Das Team des preisgekrönten Films „Wandelmut“ aus dem Vorjahr hat Anfang Juni in Stuttgart, Bonn und Köln gedreht. Steffen Düvel fing wieder wunderschöne Bilder ein und Silvio Herrmann hat mit seinem genauen Gehör alle verblüfft, die etwaige störende Nebengeräusche im Gegensatz zu ihm gar nicht wahrnahmen.

Steffen Düvel und Silvio Herrmann

 

Im Juli geht's nach Nepal, wohin Alina Schick eine neue Projektleiterin begleitet, die in dem kleinen Ort in der Nähe von Kathmandu, in Kaule das von Alina initiierte Agroforstprojekt in den kommenden Monaten weiterbetreuen wird. Wir sind sehr gespannt und hoffen auf interessantes Filmmaterial trotz widrigen Wetters: in Nepal ist nämlich gerade Regenzeit!

 

Alina Schick

 

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Die Jury hat getagt…

… aber bevor wir verraten, wer die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs sind, möchten wir uns erst einmal bei ALLEN EINSENDERN bedanken für ihre persönlichen, nicht selten ergreifenden und immer wieder spannenden Geschichten: Danke, dass Sie uns an Ihren Lebensgeschichten teilhaben ließen!

Wahrscheinlich war dies der letzte Jahrgang von "Was für ein Leben!", aber wir werden nach neuen Möglichkeit der Fortsetzung in dieser oder ähnlicher Form suchen. Wer Ideen zur Weiterfinanzierung hat, stößt bei uns auf offene Ohren!!

Hier sind unsere Gewinnerinnen 2011/2012:

 

Ema Dzinic, 40 - Erster Platz in der Kategorie „Persönlichkeit“

Die Jury des Biografie-Wettbewerbs „Was für ein Leben!“ hat sich am 24.04.2012 für die Verfilmung der Lebensgeschichte von Ema Dzinic in der Kategorie „Persönlichkeit“ entschieden. Ema Dzinic ist Besitzerin einer Eisdiele in Wattenscheid. Ihr Leben ist geprägt vom Hin und Her zwischen Deutschland, Bosnien und den USA.

Sie kam als siebenjähriges sogenanntes Gastarbeiterkind ins Ruhrgebiet. Als Teenager musste sie auf Geheiß ihres Großvaters zurück nach Bosnien. Der Bosnienkrieg ließ sie jedoch 10 Jahre später nach Wattenscheid zurückkehren – nun mit Ehemann. Obwohl beide fleißig in einer Eisdiele arbeiten und ihre beiden Kinder in Wattenscheid geboren werden, droht nach Kriegsende die Abschiebung. Die Rettung kommt aus den USA: sie gewinnen eine Green Card, leben 10 Jahre im Bundesstaat New York und werden amerikanische Staatsbürger. Doch die Sehnsucht nach Wattenscheid und ihrer Eisdiele treibt sie 2010 zurück. Zumindest vorläufig: denn ihre Kinder wollen wieder zurück in die USA…

Die Jury war beeindruckt, mit welchem Optimismus und Pragmatismus Ema Dzinic die vielen Ortswechsel, die ihr meist von anderen aufgezwungen werden, meistert. Wie sie es schafft, trotz der oft widrigen Umstände ein glückliches Leben mit Mann und Kindern zu führen und nicht bitter zu werden. Insofern ist der Gewinn der Verfilmung auch eine Anerkennung für die Leistung, die Integration und Anpassung an neue Lebensumstände immer auch ist.

Mit der Verfilmung will die Jury eine Biografie dokumentieren lassen, die trotz aller Individualität auch typisch ist für Millionen von Migranten-Biografien in Deutschland. Auch in ihnen spiegeln sich Entwicklungen der deutschen Geschichte wieder: vom Anwerben der sogenannten Gastarbeiter in den 60ern über die wirtschaftliche Krise im Ruhegebiet bis zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus dem Balkan in den 90er Jahren. Die Filmbiografie soll als Dokument für Zeitzeugen-Archive auch deutlich machen, welche Auswirkungen die wechselnde Einwanderungspolitik und die globalisierte Welt von heute auf Menschen hat.

 

Kategorie „Zeitzeuge“:

Nach den jüngsten Entwicklungen (s.o.) wird es in diesem Jahr keine Verfilmung in dieser Kategorie geben.

 

Und die bisher jüngste Gewinnerin unseres Wettbewerbs:

Alina Schick, 35 - Erster Platz in der Kategorie „Engagement“

Die Jury des Biografie-Wettbewerbs „Was für ein Leben!“ hat sich am 24.04.2012 für die Verfilmung der Lebensgeschichte von Alina Schick in der Kategorie „Engagement“ entschieden.

Die Diplom-Biologin kam als Volontärin nach Nepal, wo sie von 2007 an ein Modellprojekt für nachhaltige Landwirtschaftsmethoden aufbaute. Mit Kleinbauern übte sie ein, welche Pflanzreihungen und welcher Fruchtwechsel nötig sind, um möglichst erosionsarm und ertragreich im Hochland Flächen zu bebauen. Sie verbrachte mehrere Jahre in Nepal und beeinflusste das Leben der Menschen im Dorf Kaule bei Kathmandu stark. Auch in diesem Jahr reist sie wieder hin, um die neuen Projektleiterinnen, eine Deutsche und eine Nepalesin, vor Ort anzuleiten. Gerade schreibt sie ihre Doktorarbeit über dieses Projekt am Stuttgarter Institut für Sozialwissenschaften des Agrarbereichs. Nach Studien- bzw. Forschungsaufenthalten in Frankreich, Italien und Australien arbeitete Alina Schick in einem Unternehmen, das Arbeitsplätze und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderung und sozialen Benachteiligungen am Ersten Arbeitsmarkt schafft.

Die Jury fand besonders bemerkenswert, dass Alina Schick das Agroforst-Projekt in Nepal ohne die Unterstützung von großen Entwicklungshilfeorganisationen auf die Beine gestellt hat. Ganz besonders beeindruckend findet die Jury dies vor dem Hintergrund, dass Alina Schick nicht gerade gute Starkbedingungen hatte. Sie wuchs in schwierigen familiären Verhältnissen und mit wenig emotionaler und intellektueller Förderung auf. Die Filmbiografie soll auch zeigen, woher Alina Schick ihr Selbstbewusstsein und ihre Motivation gewinnen konnte und kann. Und damit auch Mutmacher sein für Menschen, die sich ebenfalls engagieren möchten.

Herzlichen Glückwunsch den GewinnerInnen des Biografie-Wettbewerbs 2011/2012!

Wir werden über den Verlauf der Dreharbeiten berichten!

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Verfilmte Biografie gewinnt Gold in Houston!

Beim 45. Houston International Film Festival in Texas/USA wurde der Film „Wandelmut“ mit einem Gold Remi Award ausgezeichnet. Der Film über Susanne Huber, die im letzten Jahr in der Kategorie Persönlichkeit die Verfilmung ihrer Lebensgeschichte gewonnen hatte, ist in Texas - selbstverständlich englisch untertitelt - als short documentary in einer feierlichen Gala prämiert worden. Mit Unterstützung des Generali Zukunftsfonds konnte Regisseurin Angelika Brötzmann zum Worldfest nach Houston reisen und den Preis persönlich entgegennehmen.

Berlin, 24. April 2012

Angelika Brötzmann

 

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Bewerbungsschluss

Mit dem heutigen 29. Februar 2012 endet die Teilnahmemöglichkeit am diesjährigen Biografie-Wettbewerb.

Anträge, die wir in den kommenden Tagen noch bearbeiten müssen, finden ihren Weg noch online - das kann unter Umständen aber ein, zwei Wochen dauern. Also bitte keine Panik, falls Sie ihre Zusendung noch nicht auf unserer Webseite finden. Was rechtzeitig abgeschickt wurde (Poststempel) und vollständig ist, nimmt auch garantiert teil.

Die Jury setzt sich voraussichtlich in der dritten Aprilwoche zusammen, so dass unsere Sieger 2011/2012 vor Ende April feststehen sollten.

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Zum Kaffee bei Helmut Schmidt

Unser Gewinner aus 2010, Wilhelm Simonsohn (92 Jahre alt), hat am Donnerstag, den 9. Februar 2012 mit Altkanzler Helmut Schmidt (93 Jahre alt) vergnügliche andertalb Stunden bei Kaffee und Plausch verbracht und das kam so:

Wie es Herrn Simonsohns Art ist, hatte er im Zeit-Büro Hamburg sein biografisches Buch mit der DVD seines Gewinnerfilms vorbeigebracht verbunden mit der Bitte, von Helmut Schmidt zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden.

Herr Schmidt ließ sich nicht lumpen, las Wilhelm Simonsohns Autobiografie mit großem Interesse, die dieser anlässlich des Biografie-Wettbewerbs verfasst hatte und lud ihn zu sich ein.

Es gab viel Gesprächsstoff, denn die fast Gleichaltrigen hatten beide ihre Jugend in Hamburg verbracht und waren beide aus der Hitlerjugend ausgetreten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Bei Herrn Schmidt war es sein Freiheitsdrang gewesen - er erzählte Wilhelm Simonsohn, wie er einmal eine freiheitliche Parole auf eine Wand geschrieben hatte, was für die Hitlerjugend ein "No Go" war.

Auch über das einschneidende Erlebnis Sturmflutkatastrophe 1962 tauschte man sich aus.

Wilhelm Simonsohn hat in seinem Brief an Herrn Schmidt geschrieben, dass er die Nato als "notwendiges Übel" ansähe. Darauf Helmut Schmidt im Gespräch mit Wilhelm Simonsohn sinngemäß: "Können wir uns darauf einigen: Bei mir liegt der Akzent auf "notwendig", bei Ihnen liegt der Akzent auf "Übel". Und tatsächlich, darauf konnten sie sich einigen.

Wir freuen uns sehr, dass unser Gewinner aus dem Jahr 2010 weiterhin so munter unterwegs ist. Er hatte ja anlässlich des Biografie-Wettbewerbs seine Lebensgeschichte auch als Buch verfasst, welches jetzt im Buchhandel - übrigens zusammen mit der Film-DVD - käuflich zu erwerben ist:

 

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Der letzte Monat...

ist angebrochen, die letzten drei Wochen, in denen wir noch Bewerbungen neuer Teilnehmer annehmen.

Nachdem kürzlich ein Artikel in der vdk-Zeitschrift erschienen ist, liefen unsere Telefone heiß und wir haben innerhalb weniger Tage an die 100 Antragsformulare rausgeschickt.

Wir freuen uns auf weitere spannende Geschichten und drücken allen Bewerbern die Daumen!

 

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Pressemitteilung im Januar 2012 :

 

„Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst“

Beim bundesweiten Biografie-Wettbewerb stellen ganz normale Menschen ihre Lebensgeschichten online – und können so einen Film über ihr Leben zu gewinnen.

Berlin, 5. Januar 2011 – Ob die Wahl der Jury diesmal auf Vicky Marx fallen wird, deren Leben sich änderte, als die 68er anfingen in ihrer Druckerei Flugblätter zu drucken? Oder auf Hans Georg van Herste, der sein Leben dem Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und der Opfertherapie widmet ? Oder auf Dr. Hanna Behrend, die als jüdische Holocaust-Verfolgte aus London in die DDR ging, um dort den Sozialismus aufzubauen und von allen Seiten misstrauisch beäugt wurde?

Im April 2012 wird eine Jury aus Filmemachern, Historikern und Experten für bürgerschaftliches Engagement entscheiden, welche Lebensgeschichten in den Kategorien Zeitgeschichte, Persönlichkeit und Engagement verfilmt werden. Das ist der Preis, den es beim bundesweiten Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben!“ zu gewinnen gibt. Deshalb kann man die oben angerissenen und viele andere spannenden Lebensgeschichten jetzt auch nachlesen auf der Webseite des Biografie-Wettbewerbs hier .

„Was für ein Leben!“ will darauf aufmerksam machen, dass auch die Biografien von sogenannten „Normalbürgern“ dokumentierenswert sind: sei es weil sie Zeitzeugnisse sind, sei es, weil andere aus der Lebens- und Engagement-Erfahrung lernen können. Der nichtkommerzielle Wettbewerb wird deshalb unter anderem vom Mitteldeutschen Rundfunk, von ad.eo filmbiografien, vom Institut für Biografie und Geschichte der Fern-Universität Hagen unterstützt und durch den Generali-Zukunftsfonds finanziell ermöglicht.

Jeder kann mitmachen! Noch bis zum 29.Februar 2012 hat er Zeit, sich mit seiner eigenen Lebensgeschichte oder der eines Freundes oder Verwandten in Kurzform zu bewerben! Die Teilnahmebedingungen und das Antragsformular finden sich auf der Internetseite www.was-fuer-ein-leben.de . Auf Anfrage verschickt das Wettbewerbsbüro den Teilnahmeantrag auch postalisch. Für die Presse stellt es auch gerne Kontakt zu den hochinteressanten Menschen unter den Teilnehmern her, die sich für ein spannendes Porträt eignen.

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jetzt online:

Was die Medien über uns berichtet haben, finden Sie auf unserer Medienseite (ganz unten!).

Sowie weitere Fotos der Gewinner-Matinée vom 23.10.2011 auf dieser Seite weiter unten..

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Pressemitteilung vom 3. November 2011:

Der Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben!“ geht ab sofort in die nächste Runde: Jeder kann bis Ende Februar mitmachen und eine Filmbiografie gewinnen.

 

Berlin, den 3. Nov. 2011 Nicht nur Prominente haben dokumentierenswerte Lebensgeschichten, auch sogenannte Normalbürger sind Zeitzeugen, Vorreiter oder Vorbilder. Für diese Tatsache will der bundesweite Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben!“ Aufmerksamkeit schaffen – und wird deshalb unterstützt vom Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin, von ad.eo filmbiografien, vom MDR und vom Generali Zukunftsfonds. Gesucht werden vor allem engagierte und starke Persönlichkeiten mit bemerkenswerten Biografien: sie können beim Wettbewerb die dokumentarische Verfilmung ihrer Biografie gewinnen!

Teilnehmer aus ganz Deutschland können sich ab sofort bewerben

Jeder in Deutschland Wohnende kann sich bewerben oder andere vorschlagen. Die Bewerber müssen vor allem das Teilnahmeformular mit einer aussagekräftigen maximal fünfseitigen Zusammenfassung der Lebensgeschichte einreichen. Die Teilnahme ist in drei Kategorien möglich: „Engagement“, „Zeitzeuge“ und „Persönlichkeit“. Einsendeschluss ist der 29. Februar 2012. Eine Jury aus Historikern und Biografie-Experten wählt dann die Lebensgeschichten aus, die dokumentarisch verfilmt werden. Sie feiern im Oktober 2012 im Kino des DHM Premiere und werden dann an Zeitzeugenarchive weitergereicht.

Gewinner sind „Stars“ ihrer verfilmten Biografie

2011 gewannen sehr spannungsreiche Lebenswege: Die Biografien von Claus Fritzsche und Margot Kowaljowa prägte eine lebenslange Liebe zu russischen Menschen, die ihnen in der DDR entgegen der offiziellen Propaganda viele Schikanen einbrachte.

Die Gewinnerin Susanne Huber war bis 2003 Hans-Werner Huber: Der Film erzählt nicht nur, wie ein bayerischer Unternehmer entdeckt, dass er im falschen Körper lebt, sondern auch, wie seine Familie und sein Heimatdorf damit umgehen.

Die Lebensgeschichte des Hamburgers Horst Thomssen zeigt dagegen, wie jemand von Kindesbeinen an darin aufgeht, anderen zu helfen. „Wir wollen damit andere, gerade auch Männer, ermutigen, sich für andere einzusetzen“, so Jury-Mitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds.